In SWR3 lief heute ein Bericht über die Äußerungen des Amokläufers von Winnenden im Netz. Nun soll er wohl doch (verklausuliert bzw. hypothetisch) von Gewalttaten gesprochen haben, unter anderem auf Kwick.
Taugt aber trotzdem nicht zur Rehabilitierung der Polizei. Man hatte ja einen Tag nach dem Amoklauf gemeldet, dass Tim K. den Amoklauf im Netz angekündigt hatte, was sich sehr schnell als Ente bzw. Fälschung herausstellte.
Im Bericht kommt auch der Sprecher von Kwick zu Wort. Er benutzt dabei nicht den vollen Namen des Amokläufers, sondern spricht von Tim K. Betont unter anderem, dass Tim K. nicht nur Gewaltphantasien geäußert hat. Erklärt dann, dass der Täter eingestellt hatte, dass sein Profil auch über seinen vollen Namen "Tim K." erreichbar sein soll undseine Äußerungen immer noch über Suchmaschinen-Caches abzurufen sind. Dann macht er weiter und sagt, dass das Profil damit auch über den Suchbegriff "Tim [voller Nachname]" immer noch auffindbar ist...
Toll gemacht. Damit hat es sich wirklich gelohnt, den ganzen Bericht lang nur den verkürzten Namen zu verwenden. Sowas ist ziemlich peinlich, unnötig und lächerlich. Warum das offensichtlich weder dem Sprecher von Kwick, noch jemandem von SWR3 aufgefallen ist (oder keinen gestört hat?), keine Ahnung. Notwendig war es definitiv nicht. Zumindest hatten die Hörer so wenig Probleme, das Ganze nachzugooglen. Auch ohne die Nennung wäre es natürlich möglich gewesen, das Ganze herauszufinden, schließlich haben viele Zeitungen und Blogs auch den vollen Namen benutzt (die Verlinkung lasse ich aus gutem Grund...).
Man muss aber doch die Leute nicht unbedingt nochmal mit der Nase draufstoßen...
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Wednesday, 6. May 2009
Wie man es nicht macht: Namensnennung in letzter Sekunde bei Bericht über Amokläufer
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