Futurezone meldete am am Sonntag, dass Justizministerin Zypries Waffen biometrisch sichern soll. Es soll künftig dann nur noch mit einem Fingerabdruck möglich sein, eine Waffe scharf zu stellen.
Zugegeben, es schafft eine Hürde. Allerdings eine, die leicht zu überwinden ist. Der Chaos Computer Club hatte vor einigen Monaten den Fingerabdruck von Innenminister Wolfgang Schäuble "gesichert" und bereits früher demonstriert, wie leicht Fingerabdrucksperren zu umgehen sind.
Halten wir kurz inne und überlegen, warum dieser Vorschlag kam. Yep, Winnenden. Ein Amokläufer benutzt die Waffen seines Vaters. Nun weiter überlegt, wie schwer wäre es für ihn gewesen, an einen Fingerabdruck seines Vaters zu kommen? Eben!
Soviel zu diesem Vorschlag. Mal davon abgesehen, dass sich die Schützenlobby in Deutschland da sowieso noch dazwischenwerfen würde, sollte der Vorschlag weiter verfolgt werden.
Deutschland braucht ja schließlich Waffen zu Hause! Wofür? Fragen Sie die örtliche Schützenlobby oder ersatzweise die National Rifle Association in den USA.
Entries tagged as fingerabdruck
Related tags
Tuesday, 28. April 2009
Zypries will Waffen biometrisch sichern
Posted by Stefan
in Allgemein, Datenschutz, Netziges
at
15:02
| Comments (2)
| Trackbacks (0)




Defined tags for this entry: allgemein, amoklauf, biometrie, datenschutz, datensicherheit, fingerabdruck, netziges, waffen
Wednesday, 14. January 2009
Gesichtserkennung an britischer Schule
Während die deutschen Kleingeister sich noch über Videoüberwachung an Schulen empören (z.B. in Mannheim oder Hilden), ist man im "Paradies der Videoüberwachung" Großbritannien schon mehrere Schritte weiter. Im St. Neots Community College in Cambridgeshire sollen die Schüler in Zukunft per Gesichtserkennung identifiziert werden. Neben der Zugangskontrolle soll die Gesichtserkennung aber auch für die Mensa eingesetzt werden - dafür setzt man in Großbritannien zur Zeit vor allem Fingerabdrucksysteme ein.
Anfangs sollen die Schüler sich noch zusätzlich mit einer PIN identifizieren, später soll das System ganz auf die Gesichtserkennung vertrauen und automatisch scannen. Praktischerweise kann man so direkt kontrollieren, wer wann das Gebäude betreten hat, wie viele Schüler brav ihren Spinat gegessen haben, usw.
So züchtet man sich natürlich die ideale "Big Brother"-Generation. Wer von klein auf gewohnt ist, sein Gesicht scannen zu lassen, für den sind Kameras an allen öffentlichen Plätzen bestenfalls eine "gewohnte Umgebung"...
Nachdem (wie die heise.de-Meldung auch schreibt), bereits RFID-Chips in die Schüler-Uniform eingesetzt wurden, bleibt nun nicht mehr viel Steigerungspotential. Es bliebe noch, den Schülern die RFID-Chips unter die Haut zu implantieren - das hat man sich zwar selbst bei Häftlingen noch nicht getraut, man findet aber schon nach kurzer Suche die passende Begründung: es werden Gesundheitsinformationen auf den Chips gespeichert. Hat der arme Sprössling nun Bauchschmerzen, kann man sofort herausfinden, ob der Blinddarm noch drin ist.
Das alles natürlich vor dem Hintergrund der ständigen Datenverluste in Großbritannien...
Schöne neue Welt...
P.S. Noch mehr auf die Hintergründe und parallelen Fälle geht der Eintrag von ravenhorst ein.
Anfangs sollen die Schüler sich noch zusätzlich mit einer PIN identifizieren, später soll das System ganz auf die Gesichtserkennung vertrauen und automatisch scannen. Praktischerweise kann man so direkt kontrollieren, wer wann das Gebäude betreten hat, wie viele Schüler brav ihren Spinat gegessen haben, usw.
So züchtet man sich natürlich die ideale "Big Brother"-Generation. Wer von klein auf gewohnt ist, sein Gesicht scannen zu lassen, für den sind Kameras an allen öffentlichen Plätzen bestenfalls eine "gewohnte Umgebung"...
Nachdem (wie die heise.de-Meldung auch schreibt), bereits RFID-Chips in die Schüler-Uniform eingesetzt wurden, bleibt nun nicht mehr viel Steigerungspotential. Es bliebe noch, den Schülern die RFID-Chips unter die Haut zu implantieren - das hat man sich zwar selbst bei Häftlingen noch nicht getraut, man findet aber schon nach kurzer Suche die passende Begründung: es werden Gesundheitsinformationen auf den Chips gespeichert. Hat der arme Sprössling nun Bauchschmerzen, kann man sofort herausfinden, ob der Blinddarm noch drin ist.
Das alles natürlich vor dem Hintergrund der ständigen Datenverluste in Großbritannien...
Schöne neue Welt...
P.S. Noch mehr auf die Hintergründe und parallelen Fälle geht der Eintrag von ravenhorst ein.
Posted by Stefan
in Datenschutz
at
13:21
| Comments (0)
| Trackback (1)




Defined tags for this entry: biometrie, datenschutz, datensicherheit, fingerabdruck, gesichterkennung, großbritannien, rfid, videoüberwachung
Wednesday, 3. September 2008
EU will größte Fingerabdruckdatenbank der Welt aufbauen
Das Europaparlament hat heute den biometrischen Kontrollen im Rahmen des Visa-Informationssystems [VIS] zugestimmt. Damit müssen ab 2009 alle aus visumpflichtigen Staaten Einreisende ihre Fingerabdrücke abgeben, allerdings kann zu Stoßzeiten auch nur stichprobenartig kontrolliert werden. Es wird dann geprüft, ob die Fingerabdrücke mit den im Visum angegebenen übereinstimmen. Die genommen Fingerabdrücke werden 5 Jahre lang gespeichert.
Binnen 10 Jahren soll so die größte Fingerabdruckdatenbank der Welt entstehen.
Via dem Virtuellen Datenschutzbüro und ORF Futurezone.
Binnen 10 Jahren soll so die größte Fingerabdruckdatenbank der Welt entstehen.
Via dem Virtuellen Datenschutzbüro und ORF Futurezone.
Posted by Stefan
in Datenschutz
at
18:34
| Comments (0)
| Trackbacks (0)




Defined tags for this entry: datenbank, datenschutz, datensicherheit, eu, fingerabdruck, VIS, Visa-Informationssystem, visum
(Page 1 of 1, totaling 3 entries)



Kommentare