Auf Golem.de findet sich eine Meldung, dass die Junge Union in Nordrhein-Westfalen fordert, dass es nur noch mit Anschrift und Personalausweisnummer möglich sein soll, Videos bei Youtube hochzuladen oder anzuschaeun.
Begründet wird es damit, dass sich rivalisierende Jugendbanden mit Gewaltvideos regelmäßig gegenseitig aufputschen würden.
Glückwunsch. Einen Antrag so an der Realität vorbei durchzubringen, das muss man erst einmal schaffen. Von einer Jugendorganisation einer Partei sollte man etwas mehr Medienkompetenz erwarten. Selbst mal angenommen, Google/Youtube (und alle anderen Videoportale weltweit!) würden bei so etwas mitmachen, es kursieren genug Personalausweisdaten im Netz - und selbst wenn nicht, dann werden entweder Geldbeutel gestohlen - oder man leiht sich mal kurz Mamis Perso.
Ich gebe zu, ich kenne die Positionen der JU in NRW nicht, aber so etwas realitätsfremdes hätte ich eher aus anderen Teilen des politischen Spektrums erwartet. Natürlich fügt es sich gut in die Internetskepsis (und Unkenntnis) von Frau von der Leyen und dem Rest der CDU-Spitze ein, aber man sollte vielleicht erst mal Leute fragen, die sich mit sowas auskennen. Dass die JU in NRW offensichtlich niemanden hat - oder auf diese Stimmen nicht hört, lässt tief blicken.
Da wundert es dann nicht mehr, dass die CDU den Antrag aufnehmen will. Wenn selbst die Jüngeren versagen, kann man den Älteren kaum noch einen Vorwurf machen.
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Tuesday, 21. April 2009
Junge Union NRW fordert Ausweispflicht für Youtube
Posted by Stefan
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Wednesday, 10. September 2008
Google bewegt sich bei Speicherdauer von Suchanfragen
Wie golem.de und heise.de melden, hat Google angekündigt, die IP-Adressen aus der Internetsuche ab Ende September nur noch 9 Monate zu speichern. Nachdem sie anfänglich unbegrenzt gespeichert wurden, hatte Google im März 2007 bereits die Begrenzung der Speicherdauer auf 18 Monate angekündigt. Wie netzpolitik.org aber zurecht hervorhebt, handelt es sich dabei immer noch um eine 1,5-fache Vorratsdatenspeicherung (dort werden die IP-Adressen nur 6 Monate gespeichert).
Wie computerwelt.at meldet hat Google weiterhin angekündigt, die IP-Adressen, die bei der Nutzung von Google Suggest (d.h. die Suchbegriff-Vorschläge im Google-Suchfenster, in der Firefox-Suchbox oder der Google-Chrome-Adressleiste) anfallen, künftig nur noch 24 Stunden zu speichern.
Damit dürfte Google wohl auf den Druck der Datenschützer in Europa und den USA reagieren. Vermutlich dürfte auch der öffentliche Druck, der in den letzten Tagen nach der Veröffentlichung von Googles Browser Chrome aufgekommen ist, mitverantwortlich sein.
Wie computerwelt.at meldet hat Google weiterhin angekündigt, die IP-Adressen, die bei der Nutzung von Google Suggest (d.h. die Suchbegriff-Vorschläge im Google-Suchfenster, in der Firefox-Suchbox oder der Google-Chrome-Adressleiste) anfallen, künftig nur noch 24 Stunden zu speichern.
Damit dürfte Google wohl auf den Druck der Datenschützer in Europa und den USA reagieren. Vermutlich dürfte auch der öffentliche Druck, der in den letzten Tagen nach der Veröffentlichung von Googles Browser Chrome aufgekommen ist, mitverantwortlich sein.
Posted by Stefan
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Friday, 5. September 2008
Abschalten der eindeutigen ID von Googles Browser Chrome
Golem.de hat eine Anleitung veröffentlicht, wie man die eindeutige ID des Google Browsers Chrome abschalten kann.
Offenbar muss nicht nur eine Datei editiert und schreibgeschützt werden. Findet der Browser die Datei Local State schreibgeschützt vor, erstellt er sie als Local State.tmp neu. Auch diese Datei muss dann dementsprechend editiert werden.
Die genaue Anleitung auf golem.de.
Offenbar muss nicht nur eine Datei editiert und schreibgeschützt werden. Findet der Browser die Datei Local State schreibgeschützt vor, erstellt er sie als Local State.tmp neu. Auch diese Datei muss dann dementsprechend editiert werden.
Die genaue Anleitung auf golem.de.
Wednesday, 3. September 2008
Googles Browser Chrome - Open Source oder nicht?
Im Moment gibt es unterschiedliche Ansichten darüber, ob Googles neuer Browser Chrome Open Source ist oder nicht. Wäre der Quelltext offen gelegt, ließe sich sehr schnell klären, ob und wenn ja in welchem Maße der Browser Daten "nach Hause funkt".
Laut dem Datenschutz-Blog (mit Link auf Punkt 10.2 der Nutzungsbedingungen von Chrome) und Standart Tolleranz Maschiene handelt es sich bei Chrome selbst nicht um Open Source. Allerdings gibt es wohl das Open Source Projekt Chromium, auf dem Chrome basiert. Diese ähnliche Namensgebung scheint für viel Verwirrung zu sorgen.
Auch wenn in den in den Kommentaren zu den Blog-Einträgen sowie in anderen Blogs Gegenteiliges gesagt wird, ist Googles Browser Chrome wohl kein Open Source. Offensichtlich haben viele die Google-Ankündigung ohne Hinterfragen übernommen.
Bis die Frage, inwieweit Chrome "nach Hause telefoniert" endgültig (z.B. mit Netzwerk-Sniffern wie Wireshark) geklärt ist (sollte Google nicht doch noch den Quellcode freigeben), wird es wohl noch etwas dauern.
Laut dem Datenschutz-Blog (mit Link auf Punkt 10.2 der Nutzungsbedingungen von Chrome) und Standart Tolleranz Maschiene handelt es sich bei Chrome selbst nicht um Open Source. Allerdings gibt es wohl das Open Source Projekt Chromium, auf dem Chrome basiert. Diese ähnliche Namensgebung scheint für viel Verwirrung zu sorgen.
Auch wenn in den in den Kommentaren zu den Blog-Einträgen sowie in anderen Blogs Gegenteiliges gesagt wird, ist Googles Browser Chrome wohl kein Open Source. Offensichtlich haben viele die Google-Ankündigung ohne Hinterfragen übernommen.
Bis die Frage, inwieweit Chrome "nach Hause telefoniert" endgültig (z.B. mit Netzwerk-Sniffern wie Wireshark) geklärt ist (sollte Google nicht doch noch den Quellcode freigeben), wird es wohl noch etwas dauern.
Posted by Stefan
in Datenschutz, Netziges
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Googles Browser Chrome - neuer Browser mit individueller ID (Update 8.9.)
Googles neuer Browser Chrome ist im Moment ja in aller Munde. Gestern veröffentlicht beherrscht der auf der Safari-Engine Webkit basierende Browser heute alle Technikseiten der Zeitungen und Onlinemagazine.
Oft stehen nicht nur die Features wie die von Google angepriesene Schnelligkeit, die in einzelnen Prozessen gestarteten Tabs oder der "Inkognito-Modus". Direkt wurden Warnungen vor der Marktmacht Googles laut. Sicherlich, der Browser allein macht es nicht. Die Marktmacht Googles ergibt sich vor allem aus dem Suchmaschinengeschäft (für Deutschland gehen die meisten Seiten von einem Marktanteil von mindestens 90% aus) - und der vielen Felder, in denen Google mitterweile aktiv ist. Google Mail als Freemailprovider, Google Text und Tabellen, die Google Desktop-Suche, das in den USA bereits gestartete Google Health (Gesundheitsdaten/-akten) bei Google hinterlegen, Google Maps/Earth, YouTube, usw.
Der entscheidende Punkt dürfte sein, nicht zu vergessen dass es sich bei Google um ein gewinnorientiertes Unternehmen handelt. Dann muss man sich die Frage stellen, warum Google einen Browser herausbringt. Sicher nicht aus philanthropischen Motiven, sondern um etwas zu erreichen. Die meisten Kommentatoren vermuten, dass Googles Browser vor allem als Angriff auf Microsoft zu verstehen ist. Die Überlegung ist zumindest naheliegend, schließlich hat Microsoft immer noch mit deutlichem Abstand den höchsten Marktanteil bei den Browsern (man könnte es auch als eine Art Retourkutsche verstehen: Microsoft versuchte erfolglos Yahoo zu übernehmen, ein Angriff auf Googles Kerngeschäft der Internetsuche. Nun geht Google auf den Internet Explorer los. Sicherlich ist Chrome schon länger in Entwicklung. Reizvoll ist der Gedanke aber trotzdem...
). Einige vermuten sogar, dass Chrome auf lange Sicht die Betriebssysteme attackieren soll, indem nach und nach immer mehr der Google-Applikationen wie Google Text und Tabellen auch offline eingebunden werden sollen.
Golem.de meldet mittlerweile, dass jeder installierte Chrome eine eigene, einzigartige ID bekommt. Diese lässt sich zwar deaktivieren, aber wie viele Menschen werden das tun? Wie viele werden überhaupt etwas von dieser ID erfahren? Praktisch - für Google - denn so lassen sich alle Benutzeraktionen, Sucheingaben, die Suchvervollständigung usw. immer auf einen Benutzer zurückführen. Hat man bei der "normalen" Suche noch das Problem wechselnder IPs, mit Chrome wird Googles Traum wahr. Wer Werbung möglichst personenbezogen einblenden will, kann normalerweise von solch einer Fülle von Daten nur träumen...
Es sollte sich also jeder gut überlegen, ob er/sie Chrome installiert. Das mindeste sollte sein, die Anmerkung zum Datenschutz durchzulesen.
P.S. Wie es es bei einem neuen Browser fast nicht anders zu erwarten ist, wurden die ersten Schwachstellen laut heise.de auch schon in Chrome gefunden.
Update 8. September 2008: Mittlerweile meldet heise.de erste Exploits für die Sicherheitslücke. Ein weiterer Artikel widmet sich dem Thema Datenschutz und Google Chrome.
Auch ein Sprecher des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik hat vor Chrome gewarnt, aus Datenschutzgründen und da viele Menschen den Beta-Status der Software nicht erkennen würden.
Oft stehen nicht nur die Features wie die von Google angepriesene Schnelligkeit, die in einzelnen Prozessen gestarteten Tabs oder der "Inkognito-Modus". Direkt wurden Warnungen vor der Marktmacht Googles laut. Sicherlich, der Browser allein macht es nicht. Die Marktmacht Googles ergibt sich vor allem aus dem Suchmaschinengeschäft (für Deutschland gehen die meisten Seiten von einem Marktanteil von mindestens 90% aus) - und der vielen Felder, in denen Google mitterweile aktiv ist. Google Mail als Freemailprovider, Google Text und Tabellen, die Google Desktop-Suche, das in den USA bereits gestartete Google Health (Gesundheitsdaten/-akten) bei Google hinterlegen, Google Maps/Earth, YouTube, usw.
Der entscheidende Punkt dürfte sein, nicht zu vergessen dass es sich bei Google um ein gewinnorientiertes Unternehmen handelt. Dann muss man sich die Frage stellen, warum Google einen Browser herausbringt. Sicher nicht aus philanthropischen Motiven, sondern um etwas zu erreichen. Die meisten Kommentatoren vermuten, dass Googles Browser vor allem als Angriff auf Microsoft zu verstehen ist. Die Überlegung ist zumindest naheliegend, schließlich hat Microsoft immer noch mit deutlichem Abstand den höchsten Marktanteil bei den Browsern (man könnte es auch als eine Art Retourkutsche verstehen: Microsoft versuchte erfolglos Yahoo zu übernehmen, ein Angriff auf Googles Kerngeschäft der Internetsuche. Nun geht Google auf den Internet Explorer los. Sicherlich ist Chrome schon länger in Entwicklung. Reizvoll ist der Gedanke aber trotzdem...
Golem.de meldet mittlerweile, dass jeder installierte Chrome eine eigene, einzigartige ID bekommt. Diese lässt sich zwar deaktivieren, aber wie viele Menschen werden das tun? Wie viele werden überhaupt etwas von dieser ID erfahren? Praktisch - für Google - denn so lassen sich alle Benutzeraktionen, Sucheingaben, die Suchvervollständigung usw. immer auf einen Benutzer zurückführen. Hat man bei der "normalen" Suche noch das Problem wechselnder IPs, mit Chrome wird Googles Traum wahr. Wer Werbung möglichst personenbezogen einblenden will, kann normalerweise von solch einer Fülle von Daten nur träumen...
Es sollte sich also jeder gut überlegen, ob er/sie Chrome installiert. Das mindeste sollte sein, die Anmerkung zum Datenschutz durchzulesen.
P.S. Wie es es bei einem neuen Browser fast nicht anders zu erwarten ist, wurden die ersten Schwachstellen laut heise.de auch schon in Chrome gefunden.
Update 8. September 2008: Mittlerweile meldet heise.de erste Exploits für die Sicherheitslücke. Ein weiterer Artikel widmet sich dem Thema Datenschutz und Google Chrome.
Auch ein Sprecher des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik hat vor Chrome gewarnt, aus Datenschutzgründen und da viele Menschen den Beta-Status der Software nicht erkennen würden.
(Page 1 of 1, totaling 5 entries)
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