Ein fliegendes Klassenzimmer tatsächlich zu realisieren (z.B. als Schulllandheim/Klassenfahrt für 1-2 Wochen), fände ich eine tolle Idee. Natürlich würden dem einige Probleme entgegen stehen und die Ökobilanz dürfte jeder Beschreibung spotten. Aber, man könnte mit etwas Einsatz - als Großkonzern - sicher eine (auch einigermaßen umweltfreundliche) Lösung finden. 1-2 Wochen für Schüler Unterricht direkt "vor Ort" in 2-3 Ländern Europas, das wäre etwas, mit dem sich Haribo brüsten könnte.
Aber was macht Haribo aus der Idee? Es wird gekleckert, nicht geklotzt. Die Aktion wird volle 3 Tage gehen (wow...) und wird eine einzige Haribo-Lobbyveranstaltung. Nach Südfrankreich fliegen, dort das Haribo-Museum ansehen, die Produktion besichtigen.
Warum macht man aus so einer guten Idee so wenig? Warum nicht ein "echtes" fliegendes Klassenzimmer? Wer bei Haribo war denn der Meinung, dass ein Haribo-Indoktrinierung ein guter "Lehrinhalt" ist? Ich gebe zu, ich hab mich nicht mit dem Leben Erich Kästners beschäftigt, bezweifle aber, dass er sich so etwas ausgemalt hat. Für viele Kinder ist im ersten Moment sicher attraktiv, ein Museum über Süßigkeiten und eine Süßigkeiten-Produktion zu besichtigen. Es gibt aber sehr viele sehr wißbegierige Kinder, die - wenn sie die Wahl hätten - eine echte "Wissensreise" bevorzugen würden. Haribo trifft mit dieser Aktion also noch nicht mal die Interessen der Zielgruppe (teilnahmeberechtigt sind Kinder ab 12 Jahren).
Ein klassischer Fall von einer guten Idee, die grauenhaft umgesetzt wird, weil man sie zu einer einzigen Imageveranstaltung des Konzerns pervertiert. Ein wirklich (dauerhaft) gutes Image erhält man nicht, durch eine PR-Veranstaltung, die einen großen Namen für eigene Zwecke ausschlachtet. Ein gutes Image erhält man durch gute, ausgefallene Aktionen, die sich am Interesse der Kunden orientieren.
Scheint bis Bonn* aber noch nicht durchgedrungen zu sein.
* Oder nach Ratingen, siehe Vodafone...





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