Lidl will seinen ehemaligen Deutschland-Chef Mros zum neuen Chef in England machen. Lidl hatte Mros damals aus dem Kreuzfeuer der Kritik nehmen wollen, nachdem bekannt geworden war, dass unter seiner Führung Krankheitslisten geführt wurden, auf denen unter anderem auch die Befunde und weitere Anmerkungen gesammelt waren.
Nun stellt sich heraus: Lidl hatte wohl nie vor Mros zu schassen. Direkt nach seiner Beurlaubung begann er intensiv Englisch zu lernen, um sich auf seine neue Aufgabe vorzubereiten. Die Gewerkschaften schreien nun Zeter und Mordio, da man nun ja endgültig davon ausgehen könne, dass Mros mit den Krankheitslisten den Willen des Unternehmens durchgesetzt hat und anzunehmen ist, dass dies auch außerhalb Deutschlands so praktiziert wird.
Ich kann die Aufregung überhaupt nicht nachvollziehen. Großbritannien ist uns in punkto Überwachung (noch) mindestens 5 Schritte voraus. Mit deutschen Datenschutzbefindlichkeiten würde man dort z.B. bei offiziellen Stellen nur Verwunderung hervorrufen. Somit wird mit Mros nur ein Deutscher nach England geschickt, der besonders geeignet ist, die Mentalität der Briten zu verstehen und sich perfekt in das britische System der Überwachung einfügen wird. Für das Unternehmen eine geradezu weise Entscheidung. Was sind schon ein paar Mitarbeiter, Kunden und Gewerkschaftler, die sich davon in Deutschland verprellt fühlen könnten? Offensichtlich nicht viel, denn der Umsatz von Lidl litt nach den Skandalen allenfalls kurzfristig und ging im Jahresergebnis deutlich nach oben...
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Wednesday, 24. June 2009
Was soll die Aufregung...
Posted by Stefan
in Datenschutz
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11:17
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