Meinem persönlichen (aktuellen) Tiefpunkt des Fernsehens könnte bald das Licht ausgeknipst werden. Allerdings (leider) nicht wegen der Inhalte, der Grund des Bescheids der österreichischen Kommunikationsbehörde (KommAustria) ist viel banaler: Kanal Telemedial besitzt eine österreichische Lizenz. Für diese ist aber - etwas vereinfacht - Voraussetzung, dass die Firma auch tatsächlich in Österreich sitzt bzw. zumindest die Programmentscheidungen in Österreich getroffen werden. “Dummerweise hat” Kanal Telemedial dies über mehr als ein Jahr nicht getan und somit der KommAustria eine Steilvorlage gegeben. Wer über längere Zeit postalisch in Österreich nicht erreichbar ist und auch keine (Fernseh-) Techniker am (laut Lizenz offiziellen) Sendeort Wien beschäftigt, ist aber auch wirklich selbst schuld.
Der Bescheid ist allerdings noch nicht rechtskräftig, aber zumindest Hoffnung besteht. Wer sich genauer informieren möchte, findet den Bescheid als PDF auf der Seite der österreichischen Regulierungsbehörde zum Download.
Spekulieren dürfen wir natürlich darüber, ob die KommAustria den Lizenzentzug aufgrund der “Österreich-Verweigerung” von Kanal Telemedial nur als schnellstes Mittel angesehen hat, um dem Übel Einhalt zu gebieten. Hoffentlich hat die KommAustria auch noch einen Trumpf im Ärmel, falls die Entscheidung doch noch kassiert werden sollte. Lassen wir uns überraschen, wie Thomas G. Hornauer darauf reagieren wird. Wenn eine seiner berühmten Beschimpfungsarien folgt, könnte Kanal Telemedial in den nächsten Tagen ganz besonders interessant werden.
Ein Lichtstreif am Horizont.





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